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Hausärztliche Gemeinschaftspraxis S. Darmstadt Dr. Muellerpoths Dr. Wagner Allgemeinärztin Kinder- und Jugendärztin Internist
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Covid19-Info

 

Stellungnahme: COVID-19 bei Kindern mit allergischen Erkrankungen

 

Kinderärztinnen und Kinderärzte, die Kinder mit Asthma oder anderen chronischen Erkrankungen betreuen, werden seit Beginn der COVID-Pandemie täglich mehrfach von besorgten Eltern kontaktiert, die Angst haben um ihre Kinder. Diese können wir anhand klarer Daten beruhigen.

Allgemeine Daten zu COVID bei Kindern
Die vorliegenden Informationen (Stand vom 9.4.20) sprechen dafür, dass Kinder seltener als Erwachsene erkranken aber vergleichbar häufig durch SARS-CoV2 infiziert werden. In den USA waren von den dem CDC am 2.4.2020 gemeldeten 149.760 Fällen 2.572 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (1,7 %)[1]. In einer anderen Erhebung mit differenten Methoden betrug der Anteil von Kindern in den USA 5 %[2]. Vergleichbare Zahlen werden auch aus Italien (1,2 %)[3] und China (2 %)[4] berichtet. Die klinische Symptomatik unterscheidet sich zwischen an COVID19 erkrankten Kindern und Erwachsenen, so haben Kinder seltener Atemnot, seltener Husten und seltener Fieber und werden seltener schwer krank. Nur ganz vereinzelt sind Todesfälle bei Kindern beschrieben worden und häufig ist der ursächliche Zusammenhang mit einer SARS-CoV2-Infektion nicht gesichert. Anhand der wenigen systematischen Daten ergibt sich kein Anhalt dafür, dass Kinder mit stabil eingestellten allergischen Erkrankungen (Allergische Rhinitis, Asthma bronchiale, Nahrungsmittelallergie) und atopischer Dermatitis im Vergleich zu anderen Virusinfektionen der Atemwege ein erhöhtes Risiko haben, im Rahmen einer SARS-CoV-2-Infektion an COVID19 zu erkranken bzw. schwerer zu erkranken als Kinder ohne allergische Erkrankungen[5].

 

Kinder mit Herzerkrankungen

 

Es ist allerdings vorstellbar, dass einige Kinder mit einer Herzerkrankung, die zur einer bedeutsamen Einschränkung der Funktion des Herz-Kreislaufsystems und gleichzeitig einer eingeschränkten Lungenfunktion führt, einen schwereren Verlauf einer Corona-Virus-Infektion erleben könnten; Belege hierfür gibt es trotz mehrerer tausend nachgewiesen erkrankter Kinder aus vielen Ländern bisher jedoch nicht.Nach den vorliegenden Informationen ist es denkbar, dass Patienten mit den im folgenden aufgeführten angeborenen Herzfehler bzw. Herzerkrankungen im Falle einer Erkankung einen schwereren klinischen Verlauf erleiden könnten:

- Säuglinge mit noch unkorrigierten Herzfehlernund vermehrtem Lungenblutfluss (z.B. AVSD, etc., vgl. Indikation zur RSV Prophylaxe)

- Patienten mit verminderter Lungenperfusion (Zyanose, Ruhe-Sättigung < 90%)- Patienten mit bedeutsamer pulmonaler Hypertonie (medikamentös behandelt)

- Patienten mit chonischer oder schwerer Herzinsuffizienz und Lungenstauung (z.B. dilatative Kardiomyopathie)

- Einige Patienten mit problematischer Fontan Zirkulation (insbesondere mit Eiweißverlustenteropathie, Herzinsuffizienz, plastischer Bronchitis, etc.)

- Bei neben dem Herzfehler bestehender chronischer Lungenerkrankung- Bei angeborener ausgeprägter Immunschwäche (z.B. Di George Syndrom, ggf. Trisomie 21)

- Bei einigen transplantierten Patienten (zB. rezente Tx, starke Immunsuppression, gehäufte Abstoßung, etc.)

 

 

 

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